Erkenntnisse eines Zockwochenendes #1

Ein Wochenende, viele Spiele, wenig Schlaf. Was könnte es für einen passionierten Spieler besseres geben? Stimmt, mir fällt da auch nichts ein. Im ersten Artikel der neuen Serie sind die beiden Wii-Spiele »Mario Kart Wii« und »Mario Party 9« mit dabei. Auf dem PC gibt es Einblicke in »Company of Heroes 2«, »Guild Wars 2« und »Diablo 3«.

Dieser Artikel leitet eine neue Serie auf vAronized.de ein. Durchzockte Wochenenden sind rar, daher umso erwähnenswerter. Egal ob Klassiker oder brandneues Spiel, allein oder mit Freunden, jedes Spiel kommt in Frage. Die Serie soll jeweils einen kleinen Einblick auf bewährte, neu-entdeckte und brandaktuelle Spiele geben.

Mario Kart Wii

Die Wii machte den Anfang. Zu dritt gings an die Lenkräder, um den Pixelasphalt bei »Mario Kart Wii« zu ehren. Das Konzept ist seit Jahren bewährt, wurde stetig weiterentwickelt und bietet beste Unterhaltung. Der Spaß steht hier im Vordergrund, denn weder gute Streckenkenntnissen noch Erfahrung mit den Vorgängern sind Siegesgarantien. Viel wichtiger sind aufgesammelte Powerups, Fahrfehler der Mitspieler und bloß keinen der heimtückischen Streckenbegleitern berühren. Ein Anrempler des Mitspielers im richtigen Moment und das Spektakel geht los.

Mario Party 9

Nun stand mit »Mario Party 9« die Freundschaft auf dem Prüfstand. Es ist durchaus möglich, dass diese ein paar Kratzer bei der Jagd auf Sterne abbekommt. Wir waren uns einig: Freunde bleiben wir, doch sprachen wir uns eindeutig für die zwischenzeitlichen Hänger im Spiel aus. Mit etwas Pech kommt es zu ein paar Durchgängen ohne Minispielen und viel Würfelei – langweilig! Das neue Konzept, in dem alle Mitspieler in einem Auto gleichzeitig durch die Welt fahren, gefiel uns.

Street Fighter IV

Zu späterer Stunde kam es mit dem im Jahr 2009 veröffentlichten »Street Fighter IV« zu einem Klassiker im Beat ‘em Up-Genre. Die Spielreihe, die mich seit dem Super Nintendo nicht mehr losließ, kann ich uneingeschränkt jedem empfehlen. Ob blutiger Anfänger oder perfektionierter Schläger hier dominiert abermals der Spaß. Besonders die toll in Szene gesetzten Ultra-Combos – die nötige Fingerfertigkeit vorausgesetzt – machen Lust auf mehr. Jedoch sollten die Gegenspieler auf etwa gleichem Niveau spielen, sonst regieren Frust respektive Langeweile. Die Grafik ist zeitlos schön und durch den Tusche-Effekt wirkt es gleich spritziger.

Company of Heroes 2

Am frühen Samstagmorgen schnupperte ich in den brandneuen RTS-Titel »Company of Heroes 2« hinein. Die Fachpresse segnete das Spiel mit Bestnoten, doch der Funke sprang leider nicht auf mich hinüber. Das liegt keineswegs am Spiel, sondern einfach daran, dass mir das Squad-Verwalten missfällt. Sehr schade, denn die Geschichte ist schön inszeniert, die Grafik bietet tolle Wetter-, Feuer- und Explosionseffekte und dem Spieler sind viele Möglichkeiten für den Levelabschluss gegeben. Meinen Traum von einem Spiel im Stil von »Commandos« oder »Desperados« gebe ich weiterhin nicht auf!

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Guild Wars 2

Ein neuer Plan musste her. Prompt besuchte ich Tyria. Die Welt von »Guild Wars 2« hatte ich seit mehr als zwei Monaten nicht gesehen. ArenaNet werkelt kontinuierlich an dem Spiel und beschert uns Spielern jeden Monat ein größeres Update, welches nicht nur reines Balancing beinhaltet. Abgesehen von bekannten Vertretern wie dem Halloween- und Weihnachtsevent ging es in den letzten beiden Aktualisierungen um Drachen und Piraten – diese Updates laufen derzeitig zeitgleich! Das »Drachen-Gepolter« verpasst Löwenstein ein neues Gewand, Gegner hinterlassen Drachenkisten, die hilfreiche Buffs beinhalten, und lädt außerdem zu kleinen Aktivitäten wie etwa dem Moa-Rennen ein. Zwei Wochen darauf kam passend zum dritten Guild-Wars Roman »Das Meer des Leids« das Update der »Himmelspiraten«. Neben einer neuen Questreihe um einen mysteriösen Mordfall, kommt die Veröffentlichung mit einem neuen Dungeon und einem weiteren Jumping-Puzzle daher.

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Alles neuer Content, der aber nahezu komplett verschwindet und das ist genau der Punkt: ArenaNet bringt Monat für Monat neue, spannende und zeitvertreibende Inhalte, doch so schnell sie kamen, verschwinden sie auch wieder. Die einzige nennenswerte und permanente Neuerung sind die »Fraktale der Nebel«. Für mich das beste Dungeon im Spiel, da es durch die Vielfalt der Abschnitte in zufälliger Reihenfolge und in aufsteigenden Schwierigkeitsgraden immer wieder neu wirkt und weiterhin fordernd bleibt. Nicht nur der PvE-Bereich wird ständig verbessert und ausgebaut, sondern ebenso das PvP. Im »Welt gegen Welt« wurden nun eigene Titel eingeführt, die dem Spieler neben Belohnungen auch Fähigkeitspunkte verleiht. Diese bieten etwa erhöhten Schaden gegen Wachen oder mindern genommenen Schaden von Belagerungswaffen. Darüber hinaus wurde das Interface des WvW angepasst. Es liefert nun eine bessere Übersicht der Punktetabelle und integriert die erwähnten Neuerungen. Mit dem strukturierten PvP bin ich weiterhin nicht zufrieden. Neu sind hier selbst-erstellbare Arenen. Ich vermisse weiterhin die Gildenkämpfe aus dem ersten Teil und die schnellen Gefechte im »Aufstieg der Helden«.

»Guild Wars 2« ist ein abwechslungsreiches und grafisch sehr schönes MMO, doch fesselt es mich wegen der Story-Stagnation und dem fehlenden GvG-Modus nicht so immens wie der Vorgänger. Dennoch empfehle ich eine Dosis von mehreren Stunden in der Woche. Welt gegen Welt, Dungeons und die monatlichen Updates bieten mit weiteren Quests und kleineren Mini-Spielen langanhaltenden Spielspaß.

Diablo 3

Zu guter Letzt schaute ich bei »Diablo 3« vorbei. Kurz nach der Veröffentlichung verlor ich die Lust am Spiel und mein Mönch verharrte auf Stufe 55. Trotz allem zog es mich alle zwei, drei Wochen wieder in die Welt von Sanktuario. Die Grafik und vor allem das Gameplay machen mir den Titel schmackhaft. Blizzard war ebenso eifrig am Nachbessern wie ArenaNet bei »Guild Wars 2«. Der früher viel zu schwere Inferno-Modus wurde entschärft, fehlende Langzeitziele mit 100 Paragonstufen aufgewertet und erhöhtes Monstervorkommen ist in zehn Stufen wählbar. Ebenso wurde ein – ziemlich mickriger – PvP-Modus namens »Scharmützel« eingeführt.

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Nach wie vor spiele ich ungern allein, doch im Koop-Modus kommt Freude auf: Auf Monsterjagd mit den Jungs nach einem längeren Uni-Tag zu gehen ist Balsam für die Seele. Gespräche drängen in den Vordergrund, »Diablo 3« rauscht im Hintergrund. Dies wäre wahrscheinlich für jedes Spiel ein K.O.-Kriterium, doch stört es mich hier nicht. Das anhaltende Sammeln von Items ist weiterhin belebend und ist besonders bei neuen Charakteren sehr spaßig. Ebenso wie bei ArenaNets neuestem Sprössling kann ich »Diablo 3« nicht exzessiv spielen. Empfohlene Dosis: 1-2 Stunden pro Tag!

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Author: vAro

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